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Juckende, tränende Augen und eine verschwommene Sicht - die Augengrippe ist nicht nur hochansteckend, sondern auch sehr unangenehm. Wir erklären, was Sie zu der Infektion wissen müssen.

Was mit starkem Jucken und tränenden Augen anfängt, endet schnell mit einer Schwellung der Lymphknoten und der Bindehaut: die Augengrippe.

Was ist die Augengrippe?

Der Fachbegriff dieser Infektion lautet "Keratoconjunctivitis epidemica" und bezeichnet eine Erkrankung der Binde- und Hornhaut des Auges. Ausgelöst wird sie durch die Adenoviren. Diese sind für viele Krankheiten verantwortlich, unter anderem Mandelentzündung, Durchfall oder Atemwegsinfektionen.

Pro Jahr stecken sich laut Robert-Koch-Institut (RKI) bis zu 658 Menschen an. Besonders schlimm war es im Jahr 2004. Die Erkrankung muss dem Gesundheitsamt gemeldet werden.

Hat man sich angesteckt, kommt es zu folgenden Symptomen:

  • Augenrötung
  • Juckreiz
  • Schmerzende Augen
  • Geschwollene Lider
  • Verschwommene Sicht
  • Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Unwohlsein

Wie verläuft die Krankheit?

Die Symptome treten laut RKI meist erst bis zu zwei Wochen nach der Ansteckung auf. Wenn sie aber auftreten, geht alles ganz schnell: Die Augen fangen plötzlich an zu jucken und zu tränen, die Sicht ist verschwommen, die Bindehaut ist gerötet.

Wer jetzt anfängt, sich die Augen zu reiben, verschlimmert alles nur noch. Meist ist zunächst ein Auge betroffen, wenige Tage später das andere. Die Symptome können bis zu zwei Wochen auftreten.

Zu dauerhaften Schäden kommt es nur selten. Im schlimmsten Fall kann die Hornhaut aber dauerhaft getrübt und das Sehvermögen eingeschränkt bleiben.

Wie behandele ich Augengrippe?

Eine direkte Behandlung ist nicht möglich, der Arzt kann nur Medikamente verschreiben, um die Symptome zu lindern. Augentropfen und kalte Kompressen helfen. Es ist sehr wichtig, sich im Falle einer Ansteckung krankschreiben zu lassen, da die Krankheit hoch ansteckend ist.

Wie kann ich der Augengrippe vorbeugen?

Eine Schutzimpfung gibt es nicht. Das RKI empfiehlt, besonders auf die Hygiene und ausreichende Desinfektion zu achten. Die verantwortlichen Adenovieren sind sehr widerstandsfähig und können über mehrere Tage hinweg aktiv bleiben.

Sie sind häufig auf Türgriffen, Wasserarmaturen und Geländern zu finden. Deswegen ist die oberste Regel: Hände gründlich waschen und desinfizieren.

Erkrankte Menschen sollten auf keinen Fall Handtücher und Waschlappen mit anderen Leuten teilen. Auch sollte man sich nicht in die Augen fassen und Kosmetikartikel oder Augentropfen nicht gemeinsam verwenden.

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der übergewichtigen Kinder stark angestiegen. Die Stiftung Kindergesundheit warnt vor lebenslangen Folgen.


Comments

  1. alexander leuchte

    Für alle die es bis jetzt noch immer nicht verstanden haben: Ein Privatunternehmen, wie ein werbefinanzierter email-Provider, darf in den Kommentaren seiner Unterhaltungsspalte alles entfernen was eventuell profitschädigend ist, man nennt dies "Freie Marktwirtschaft". Gibt es schon eine ganze Weile ;)

  2. *****

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  3. Stefanie Wiesenthal

    #37: Lügner! Lern rechnen!

  4. *****

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  5. Mike Weiß

    Ah, seichte Themen dürfen noch vom Wahlvieh kommentiert werden. Bei der unterschwelligen Rußlandhetze oder der erneut von dem größten Teil der Bevölkerung unerwünschten erneuten Kanzlerin bleibt die Kommentarfunktion geschlossen .

  6. Ayse Meral

    Mit meine ganze Familie waren wir 89’ in İstanbul. Als wir davon erfahren haben das ein Cousin Augengrippe hat war es schon zu spät. Keinem war dieser Krankheit bekannt gewesen. Die aufgesuchten Ärzte kannten das auch nicht. So wie es in der Türkei üblich ist umarmt man sich zum begrüßen. Dabei kommt es zu Berührungen, die es für Augengrippen Übertragung Gelegenheit gibt. Die Symptome sind brennende und trennende und rote Augen, Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Müdigkeit Es hat keinen mehr in unserem Umgebung gegeben, die davon verschont blieben. Alle Menschen in der Ortschaft waren betroffen. Sehr gut heilbar ist es gewesen mit saubere Tücher in abgekühlten Tee zb schwarztee oder Kamille ein trunken und auf die Augen legen. Grelles Licht vermeiden besser Sonnenbrille tragen. Es war tatsächlich wie eine Grippe Welle. In guten zwei Wochen ist man fast geheilt. Uns ist aufgefallenen das angesteckte Personen nach Heilung daran nicht mehr infiziert wurden.

  7. Tatjana Wolkow

    Schade... dass es heute nur noch für wenige Themen Foren gibt. Ich kenne das noch von der DDR. Da wurde auch von oben angeordnet über was man öffentlich diskutieren darf. Ich schreibe dies in dieses Forum, weil alle wichtigen Tagesthemen heute ohne Forum sind. :+(

  8. Siegbert Richter

    Faszinierender Bericht...über 650 Leute hatten das...Das Robert-Koch-Institut sagt es ist ansteckend...ganz schlimm war es 2004... ich glaube ich habe die seit heute auch...

  9. Yvonne Pfeifer

    Liebe Redaktion: Wenn man einen Artikel von vor zwei jahren (s. Kommentardatum unten) noch einmal aufwärmt aber nicht aktualisiert, zeugt das von abgrundtiefer Faulheit und ganz miesem Journalismus!

  10. Hecki Stafman

    Ich hatte es Ende der 80er mal. Das Ende vom Lied war, dass ich 80% meiner Sehkraft eingebüßt habe. Ich sehe alles nur noch verschwommen. Zum Glück nur auf einem Auge. Das andere Auge hat bisher alles kompensieren können.

  11. christa oettinger

    Meine Eltern hatten diese Augenkrankheit vor einigen Jahren. Sie bekamen diese wochenlang nicht weg. Das Problem an der Krankheit war, dass es ganz ganz wenige Augenärzte gab, die wußten was für Medikamente hierbei helfen. Meine Eltern waren lange Zeit "unter Quarantäne" sie durften zwar das Haus verlassen um spazieren zu gehen, aber niemandem die Hand reichen geschweige denn jemanden zu Besuch ins Haus zu lassen.

  12. *****

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  13. Oleg Pfaffenrod

    Hilft auch die Augen abspülen mit dem Kamille-Abguss (Körpertemperatur).

  14. Mike Harry

    Wie wäre es einfach auf Handshaking zu verzichten wenn der Gegenüber rotangeschwollene Augen hat ;-). Hilft wunder und Augengrippe ist eine neumodische Erfindung früher hieß das einfach Bindehautentzündung!!!

  15. Dietmar Wünsche

    Wer Verdacht auf Augengrippe (dämlicher Begriff für diese Infektionskrankeit) hat, sollte weder zum Hausarzt noch zum Augenarzt gehen, sondern in einem Institu für Tropenmedizin/Reisekrankheiten anrufen, da die Ansteckungsgefahr sehr hoch ist. Ansonsten müssen die besuchten Einrichtungen gründlich gesperrt und desinfiziert und unter Quarantäne gestellt werden. Genau das ist mir passiert. Erst war ich in der Tropenmedizin und weil die ratlos waren, wurde ich in eine Augenklinik im Krankenhaus geschickt. Die waren auch erst ratlos und ließen mich stundenlang warten. Dann sah mich zufällig ein Arzt, der aus dem Iran stammte und plötzlich wurden 2 Etagen der Augenklinik unter Quarantäne gestellt und desinfiziert.

  16. Felix Niederhauser

    Hatte ich einmal in den 80er jahren, wünsche ich keinem und denen die es haben gute besserung.

  17. Dietmar Wünsche

    Zitat: "ist mir egal, hauptsache man kriegt keinen Dünnschiss davon" Aber genau das ist der Fall. Bei bakteriologischen Untersuchungen findet man aber keine Erreger im Stuhl. Viren sind eben zu klein dafür. Im Gegensatz zu anderen Durchfallursachen, ist die Dauer und die Intensität sehr viel länger bzw. größer, z.T. mit Darmkoliken. Das weitaus Schlimmste sind aber die Augenschmerzen.

  18. Stefanie Wiesenthal

    Einen Blick auf Gaulands Zähne oder von Storchs Vissage hat denselben Effekt.

  19. Dietmar Wünsche

    Die Aussage, dass es keine Impfmöglichkeit gibt, ist falsch!!! Die Augengrippe (Adeno-Viren) stammt aus dem mittleres Osten. Die dort lebenden Menschen sind jedoch weitgehend immun, aber Mitteleuropäer haben schwere Verläufe. Die obige Beschreibung ist zwar weitgehend richtig, klingt aber im Text recht harmlos, denn die Ansteckungsgefahr ist sehr sehr groß und die Verläufe sehr schwer, also extreme Augenschmerzen, langanhaltender Durchfall, knallrote Augen ...). Die Viren überstehen einige Tage z.B. an Türklinken, Haltegriffen usw. Deshalb unbedingt immer sofort Händewaschen nach solchen Kontakten. Die USA haben wegen des Irakkrieges ihre Soldaten dagegen geimpft. Es gibt also einen wirksamen Impfschutz, nur wurde dieser bisher in D nicht für erforderlich gehalten. 2004 wurde die Kranheit von Asylbewerbern aus Iran und/oder Studenten aus dem mittleren Osten eingeschleppt. Damals kannten selbst Tropenmediziner in D diese Krankheit nicht und waren oft ratlos. Heute wird die Krankheit durch Migranten aus Irak und Syrien eingeschleppt und infolge der großen Anzahl der Migranten ist auch der Infektionsdruck sehr hoch.

  20. Heinrich Meier

    ist mir egal, hauptsache man kriegt keinen Dünnschiss davon

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