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Silvio Berlusconi, Bill Clinton, Dominique Strauss-Kahn - die Liste von Politikern, die sich mit ihren Worten und Taten in heikle Situationen brachten, ist lang.

Berlusconi, Clinton, Trump: Es hat schon viele Politiker erwischt. Sie taten oder sagten etwas, das sie besser nicht hätten sagen oder tun sollen. Doch wie kommt man da wieder raus? Wenn man nicht leugnen kann, muss eben eine gute Erklärung her. Die legendärsten finden Sie hier ...
US-Präsident Donald Trump hat auf der Pressekonferenz nach dem Treffen mit Wladimir Putin in Helsinki gesagt, er sehe keinen Grund, warum Russland sich in die US-Wahl eingemischt haben sollte. Prompt hagelt es Kritik und Trump findet eine einfache Begründung für den Satz ...
Er habe lediglich ein Wort vergessen, wenngleich ein wichtiges: ein "nicht". Er habe also sagen wollen, dass er keinen Grund sehe, warum Russland sich"nicht" in die US-Wahl eingemischt haben sollte.
AfD-Politikerin Beatrix von Storch antwortet 2016 bei Facebook auf die Frage, ob die Partei Frauen und Kinder an der deutschen Grenze mit Waffen aufhalten solle, schlicht mit "Ja." Nach Protesten erklärte sie diese Antwort damit, dass sie auf ihrer Computer-Maus "abgerutscht" sei. Der Begriff "mausgerutscht" geht daraufhin viral.
Als der damalige US-Präsident Bill Clinton wegen seiner Beziehung zu der Praktikantin Monica Lewinsky befragt wird, streitet er erst alles ab: "Ich möchte, dass Sie mir zuhören. Ich werde es erneut sagen. Ich hatte kein sexuelles Verhältnis mit dieser Frau, Miss Lewinsky."
Monica Lewinsky wird Immunität versprochen, wenn sie vor der Grand Jury über ihre Beziehung mit Clinton aussagt. Dort präsentiert sie ein mit dem Ejakulat Clintons beflecktes Kleid zum Beweis für Oralverkehr. Über seine Anwälte will Clinton nun beweisen, dass er nicht gelogen hat, und tut das recht dreist...
Mit einer Praktikantin Oralverkehr zu praktizieren, sei zwar moralisch verwerflich, aber da kein Geschlechtsverkehr stattgefunden hätte, sei es technisch gesehen kein Sex. Er habe also technisch gesehen nicht gelogen.
Der damalige Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg wurde Anfang 2011 mit Vorwürfen konfrontiert, er habe sich in seiner Doktorarbeit des Plagiats schuldig gemacht. Erst streitet er alles als "abstrus" ab, doch dann urteilt die Universität auf "vorsätzliche Täuschung" und erkennt ihm seinen Doktortitel ab.
Er tritt zurück und erklärt, die Arbeit sei "über etwa sieben Jahre neben meiner Berufs- und Abgeordnetentätigkeit als junger Familienvater in mühevollster Kleinarbeit entstanden" und sie enthalte "fraglos Fehler." Er habe bei "80 Disketten" den "Überblick verloren" und eine "chaotische Arbeitsweise" gehabt. Nicht Vorsatz also, sondern Schlampigkeit.
Über den Twitter-Account von AfD-Politiker Jens Meier wird Boris Beckers Sohn Noah Anfang 2018 rassistisch beleidigt. Als Proteste aufkommen, erklärt Maier, er habe das nicht geschrieben, sondern "ein Mitarbeiter", den er abgemahnt hätte. Einen Namen nennt Maier nicht. Gegenüber der Staatsanwaltschaft nennt er schließlich keinen "Mitarbeiter" mehr als Autor.
Der ehemalige Direktor des Internationalen Währungsfonds Dominique Strauss-Kahn wird 2012 angeklagt, bei gesponserten Sex-Partys an bandenmäßiger Zuhälterei beteiligt gewesen zu sein. Die Teilnahme bestreitet er nicht, aber von Prostituierten oder Zuhältern weiß er nichts ...
Wie auch? "Bei diesen Partys trugen die Gäste keine Kleidung", erklärt er sich, "und ich bezweifle, dass Sie den Unterschied zwischen einer nackten Prostituierten und einer anderen nackten Frau sehen können." Ohnehin habe er "einen Horror vor Prostituierten und Zuhältern".
Ex-Präsident Christian Wulff gerät in Erklärungsnot, als herauskommt, dass unter anderem sein Sylt-Urlaub von einem befreundeten Unternehmer bezahlt wurde. Wulff behauptet, er habe die Rechnung bar beglichen. Als das mit Kontoauszügen widerlegt wird, behauptet er, das Bargeld stamme von seiner Schwiegermutter zum Geburtstag seiner Frau.
Ende 2010 wird der damals amtierende Ministerpräsident Italiens Silvio Berlusconi angeklagt. Er soll wiederholt Sex gehabt haben mit der minderjährigen Prostituierten "Ruby Rubacuori" im Rahmen sogenannter "Bunga-Bunga-Partys". Für die Treffen hat "Il Cavaliere" aber eine andere Erklärung ...
Mit den geladenen jungen Damen habe er zu Abend gegessen, "über Sport, Politik und Klatsch" parliert. Es wurde auch gesungen. Zu "Szenen sexueller Art" kam es in seinem Haus nie. Und "Bunga-Bunga" sei nur ein witziger Ausdruck.
Und da Berlusconi ein großes Herz habe, versorge er die Schönheiten seiner Bunga-Bunga-Partys mit Geld und Schmuck oder Wohnungen - und seit Prozessbeginn mit regelmäßig 2.500 Euro im Monat. 2015 wurde er endgültig freigesprochen.
AfD-Politiker Alexander Gauland zieht 2016 Unmut auf sich, als er über Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng sagt, er sei vielleicht ein guter Kicker, aber "die Leute" wollten "einen Boateng nicht als Nachbarn haben". Später dann sagt er, "Ich wusste gar nicht, dass der farbig ist."
Auch der FPÖ-Politiker Heinz-Christian Strache will nach dem Vorwurf, eine antisemitische Karikatur 2012 auf Facebook gepostet zu haben, nichts davon wissen. Im Gegenteil: Wer darin antisemitische Klischees erkenne, sei selbst Antisemit. Und die Davidstern-Manchettenknöpfe? Er sieht darin nur Diamanten.
CSU-Urgestein Franz Josef Strauß muss sich 1971 Spott gefallen lassen, als er in New York von Prostituierten ausgeraubt wird. Was er nachts um 02:45 Uhr auf der einschlägig bekannten Straße gemacht hat? Ihn trieb "die Lust auf ein Bier" auf die Straße.

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