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Ein Bundesministerium zu leiten, ist ein stressiger Job. Aber Füße hochlegen und erst mal entspannen liegt nicht allen, die dieses Amt abgeben. Was machen die ehemaligen GroKo-Minister, die seit März offiziell "a.D." sind? © dpa

SIGMAR GABRIEL: Er war Vizekanzler und SPD-Chef, erst Wirtschafts-, dann Außenminister. Der 58-Jährige sich gern zu allem Möglichen zu Wort und schreibt für Zeitungen des Medienhauses Holtzbrinck über "aktuelle politische Fragen". Andererseits will Gabriel künftig die Nicht-Regierungsorganisation International Crisis Group beraten sowie Vorträge halten - unter anderem an der US-Elite-Uni Harvard. 2019 wird er außerdem in den Verwaltungsrat des neuen Zugkonzerns von Siemens und Alstom wechseln.
THOMAS DE MAIZIERE: Sein Innenministerium ging in der neuen großen Koalition von der CDU an die CSU - und Thomas de Maizière musste das Kabinett verlassen. Der 64-Jährige nutze die Zeit für seine Aufgaben als Parlamentarier und um "seinen Lebensrhythmus an die neuen Gegebenheiten anzupassen". Außerdem ist er Honorarprofessor für Staatsrecht und Staatswissenschaften der Uni Leipzig.
BRIGITTE ZYPRIES: Die Ex-Justizministerin sprang im Januar 2017 als Wirtschaftsministerin für Gabriel ein. Heute ist sie Schirmherrin des Vereins Masifunde, der sich in Deutschland und Südafrika für Bildung einsetzt, und engagiert sich in einem Mädchenwohnprojekt bei der Arbeiterwohlfahrt und beim Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands.
CHRISTIAN SCHMIDT: Der 60-Jährige sitzt im Bundestag und ist unter anderem Landesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CSU und Präsident der sicherheitspolitisch engagierten Deutsch Atlantischen Gesellschaft. Außerdem bringt er sich seinem Büro zufolge in der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung ein.
BARBARA HENDRICKS: Die 66-Jährige ist Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags und im Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik. Im Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist sie für "nachhaltige Entwicklung und globale Verantwortung" zuständig. Aus ihrem Büro heißt es zudem: "Darüber hinaus freut sich Frau Hendricks, dass sie nun ab und an Zeit für einen Saunabesuch hat."
HERMANN GRÖHE: Der ehemalige Gesundheitsminister ist weiterhin ganz gut beschäftigt: als Vize-Chef der Unionsfraktion, als Beauftragter seiner Fraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften, als Vize-Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung - eine "Herzensangelegenheit", heißt es in seinem Büro - und als Mitglied der neuen Rentenkommission.
ANDREA NAHLES: Arbeitsministerin ist die 48-Jährige nicht mehr, im Rampenlicht steht sie jetzt vielleicht sogar noch mehr - als Chefin der SPD und der SPD-Fraktion im Bundestag. Dass sie nicht gleichzeitig auch noch ein Ministeramt im schwarz-roten Kabinett hat, ist Absicht. So kann Nahles nämlich leichter gegen CDU und CSU austeilen.
ALEXANDER DOBRINDT: Der frühere Verkehrsminister sitzt zwar nicht mehr im Kabinett, ist aber in der ersten politischen Reihe geblieben. Als Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, also dem CSU-Teil der Unionsfraktion, gehört der 48-Jährige zum engsten Führungskreis der Christdemokraten und fällt nicht nur beim Thema Asylpolitik mit provozierenden Äußerungen auf.
JOHANNA WANKA: Die frühere Bildungministerin gönnt sich Zeit - nämlich Zeit für Kinder und zwei Enkeltöchter, den Anbau von Gemüse und alten Obstbaumsorten, aber auch kulturelles ehrenamtliches Engagement. Nun berichtet die 67-Jährige, dass sie schon noch Vorträge halte und öffentlich unterwegs sei - "aber immer nach der Vorgabe: Was macht wirklich Spaß?", sagte sie der FAZ.

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