Rund zwei Monate ist es her, dass in Las Vegas ein Mann 58 Konzertbesucher erschoss. Nicht desto trotz hat das US-Repräsentantenhaus erneut für eine Lockerung der Waffengesetze gestimmt.

Das US-Repräsentantenhaus hat am Mittwoch einen Gesetzentwurf zur Lockerung der Beschränkungen beim verdeckten Tragen von Waffen beschlossen.

231 Abgeordnete stimmten in Washington dafür, dass verdeckt getragene Waffen künftig auch über Grenzen in Bundesstaaten oder an Orte gebracht werden können, die eigentlich schärfere Waffengesetze haben.

198 Abgeordnete stimmten dagegen. Der Gesetzentwurf muss noch in den Senat, wo die Zustimmung nicht als sicher gilt.

Den Toten von Las Vegas zum Trotz

Die ehemalige Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords kritisierte den Beschluss des Repräsentantenhauses. "Nach zwei der schlimmsten Massentötungen in der Geschichte unserer Nation hat der Kongress direkte Anweisungen von der Waffenlobby entgegengenommen und einen Gesetzentwurf verabschiedet, der existierende Bundesgesetze außer Kraft setzt und es gefährlichen, unerfahrenen Menschen erlaubt, Waffen in jeden Staat und in jede Stadt mitzunehmen", erklärte Giffords.

Vor zwei Monaten hatte ein Mann in Las Vegas 58 Konzertbesucher erschossen; einen Monat später tötete ein Mann 25 Menschen in einer texanischen Kirche.

Giffords war 2011 im Bundesstaat Arizona selbst Opfer eines Schützen geworden.

Die damalige demokratische Abgeordnete überlebte mit schweren Kopfverletzungen und engagiert sich seither im Kampf gegen die laxen Waffengesetze in den USA.

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© AFP

Comments

  1. abc dfg

    Die Spinnen die Amis. Waffen gehören nur in die richtigen Hände, Jäger zum Beispiel. Aber sicher nicht in jeder Hans und Franz Hände

  2. jago ritter

    Polizisten die gegen lockere Waffengesetze möchte sich nur alles mit den Bürgern erlauben dürfen. Dann hatte er halt legale Waffen, vielleicht hätte er sich die auch illegal besorgen können? Nur weil mal ein Verrückter durchdreht ist das kein Grund um alles durch den Staat noch unsicherer zu machen.

  3. Mobutu Sese Seko

    Herr Schmidt, das hoffe ich auch für Ihren Sohn. Wildpinkler können in den USA erschossen werden und niemand wird den Schützen verurteilen.

  4. *****

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  5. Candy Ben

    #112: Dem ist zuzustimmen. Gleiches Recht für alle.

  6. *****

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  7. Claudia Freitag

    Also Nazzen lesen... glaube ich... Pixibücher! Die etwas schlaueren schaffen noch Benjamin Blümchen und Hanni und Nanni!

  8. Mobutu Sese Seko

    Herr Ritter, die Gefahr eines ausufernden Staates besteht ja nun weder in den USA, noch in Deutschland. Dafür sind die staatlichen und gewaltengeteilten Organe zuständig. Aber vermutlich wollen Sie sagen, dass die Mörder der Kennedys einfach nur gegen den ausufernden Staat waren, stimmts? Könnte sogar möglich sein, aber warum verurteilt man diese Leute dann? Wer einen Politiker in den USA erschießt, der ist halt gegen den ausufernden Staat und nimmt nur seine verfassungsmäßig garantierten Rechte wahr. Wundert mich eigentlich, dass die Anwälte diese Verteidigungslinie noch nicht publiziert haben.

  9. *****

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  10. Hains Ketchup

    #100 Philipp Wagner: Ziemlich krank! Mit Waffen auf beiden Seiten: 58 Tote. Ohne Waffen: 0 Tote

  11. Ralf Walter

    @Philipp Wagner#100 Herr Wagner, richtig, in diesem Fall war es so. Aber in wievielen anderen Fällen wurden furchtbarer Straftaten erst möglich, weil es so leicht ist legal Waffen zu erhalten. Außerdem, was wollen Sie mit ihrem Beitrag wirklich ausdrücken?

  12. Eva Zarke

    #100 Philipp Wagner Wie nennt man das, wenn bewaffnete Zivilisten aufeinander losgehen? Bürgerkrieg!

  13. Mobutu Sese Seko

    Kinder sind gemeinhin unschuldig an der Lage, in die sie Erwachsene bringen. Sie sind nicht "wichtiger", aber ihr Tod ist tragischer. Aber Sie haben Recht, wer Waffenbesitz befürwortet, dem sind tote Kinder genauso egal wie tote Erwachsene.

  14. Claudia Freitag

    @ Herr Schmidt: Haben Sie etwa auch schon den allergrößten Frevel begangen und Wäsche im Garten getrocknet? Was? Wirklich? Sie sind tot! Man wird Sie jagen! :)

  15. Candy Ben

    #102: Die Nazitheoretiker sind wieder unterwegs......

  16. Mobutu Sese Seko

    Herr Wagner, das ist ein Propaganda-Ammenmärchen. Der Attentäter der Kirche hat sein Werk vollbracht und wurde von gar niemandem aufgehalten. Er wurde nach der Tat von einem verfolgt, der seine Knarre bei der Hand hatte. Das war auch schon die ganze Geschichte. Niemand hat den Täter tatsächlich gehindert.

  17. John Freier

    @Mobutu Sese Seko Meinen sie die Amerikaner die Trauer um tote Kinder heucheln? Mir persönlich ist es mittlerweile relative egal ob dort im wilden Westen Kinder oder Erwachsene bei dem Geballer umkommen. Wieso sind Kinder wichtiger als Erwachsene? Wer solche Waffengesetze erlässt, dem wird das generell völlig egal sein.

  18. jago ritter

    Die Waffen sind ja auch weniger dazu da um sich gegen Terroristen zu verteidigen, sondern vor allem Gegen einen ausufernden Staat

  19. Mobutu Sese Seko

    Herr Achrem, würden Sie die Frage von Herrn Kanne beantworten? Ich würde auch gerne wissen, welche Bücher Nazis denn nun lesen. Ich kenne eigentlich nur, dass sie Bücher verbrennen. Jedenfalls habe ich noch nie einen Nazi ein Buch lesen sehen. Kant? Schopenhauer? Was lesen diese Leute denn so? Können die überhaupt lesen?

  20. Mirko Stanivukovic

    @jago ritter: Ist es zu viel verlangt, sich zu informieren bevor man solchen Blödsinn schreibt? Der Schütze von Las Vegas hatte seine Waffen legal gekauft und es waren auch keine "Automatikwaffen", sondern halbautomatische Waffen (AR-15), die in den USA fatalerweise erlaubt sind aufgerüstet durch einen - ebenfalls legalen - Aufbau (Free-floating barrel), der sie noch tödlicher macht. Der Mann hätte die Waffen zwar eigentlich legal nicht kaufen DÜRFEN weil er entsprechende Vorstrafen hatte, jedoch wurde dies leider nicht weitergemeldet. Die Behauptung, es sei richtig, das verdeckt Tragen von Waffen zu erlauben, wird komischerweise auch von der amerikanischen Polizei massiv kritisiert (weil dadurch mehr Beamte in Gefahr geraten, da sie nicht mehr sehen können, ob ein Verdächtiger bewaffnet ist), aber wenn Sie - natürlich ohne Begründung - sagen, es sei eine richtige Entscheidung, wird das schon stimmen.

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