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Niederlage für Martin Kind: Der Präsident von Hannover 96 darf nicht Mehrheitseigner des Fußball-Bundesligisten werden. Die Voraussetzungen für eine Ausnahmeregelung seien nicht erfüllt.

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Clubchef Martin Kind darf nicht Mehrheitseigner beim Fußball-Bundesligisten Hannover 96 werden. Die Deutsche Fußball Liga lehnte einen entsprechenden Antrag auf eine Sonderregelung zur sogenannten 50+1-Regel in Hannover ab. Das teilte die DFL am Mittwoch ab.

"In der abschließenden Bewertung kam das DFL-Präsidium zu dem Ergebnis, dass das Kriterium der "erheblichen Förderung" als Voraussetzung für die Erteilung einer Ausnahme von der 50+1-Regel nicht erfüllt ist", teilte die Liga mit.

Kind wird wahrscheinlich vor Gericht klagen

Es wird erwartet, dass Kind gegen die Entscheidung nun vor einem ordentlichen Gericht klagt. Experten rechnen damit, dass die 50+1-Regel in Deutschland dann komplett wegfällt.

Sie besagt, dass die Stammvereine immer eine Stimmenmehrheit an ausgegliederten Kapitalgesellschaften im Profi-Fußball halten müssen. Ausnahmegenehmigungen gibt es bislang etwa für Dietmar Hopp bei 1899 Hoffenheim. Sie werden erteilt, wenn sich ein Gesellschafter mindestens ununterbrochen 20 Jahre lang finanziell engagiert.

Dies hatte auch Kind in Hannover für sich in Anspruch genommen. Die DFL wertete den Fall bei 96 indes anders und begründete den negativen Bescheid: "Die Höhe des finanziellen Engagements in jeder einzelnen Spielzeit während des 20-Jahre-Zeitraums muss mindestens dem durchschnittlichen Budgetanteil entsprechen, den das Hauptsponsoring des Clubs, das heißt das höchste Einzelsponsoring, ausmacht." Hannover 96 hat die Möglichkeit zur Anrufung des Ständigen Schiedsgerichts der Lizenzligen.

Seit Monaten Proteste gegen Kinds Absicht

Gegen die Absicht Kinds, 96-Mehrheitseigner zu werden, gab es in Hannover seit Monaten Proteste. Unter anderem verweigerten Teile der Fans in der vergangenen Saison die Unterstützung für die Mannschaft. Dies hatte zu großem Ärger von Trainer André Breitenreiter, Manager Horst Heldt und den Spielern geführt.  © dpa

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Comments

  1. Günter Wichmann

    Vom heutigen DFB kann man nichts erwarten,das zeigt sich doch schon bei der Erdogan-Affäre! Grindel bleibt,Bierhoff bleibt,Löw bleibt,Seehofer bleibt,Merkel bleibt....usw! Armes Deutschland!

  2. Tony Veit

    Wenn man heute versucht Wirtschaftsunternehmen - und nichts anderes sind Profifußballabteilungen - nach dem Vereinsrecht zu führen a la Taubenzüchterverein, dann darf man sich nicht wundern. Und deshalb halten sich die Vereine Juristen, für die es offensichtlich eine der leichtesten Übungen ist, diese 50+1 Regel auszutricksen! Letztes Beispiel KFC Uerdingen. Der Verein hat seine Profis ausgegliedert in eine Fußball-GmbH. Von dieser GmbH gehören 97,5% der KFC Uerdingen Entertainment GmbH und 2,5% demVerein. Der Verein hat aber in der Fußball-GmbH die Stimmenmehrheit und damit ist der 50+1-Regel Genüge getan. Der Vereinspräsident, also der "Herrscher" über die 2,5% ist identisch mit dem Herren, der die 97,5%-Mehrheit an der Fußball-GmbH hält. Wer in dem Verein wohl der Alleinherrscher ist - aber nach den Buchstaben des Gesetzes 50+1 konform. Die gleiche Konstruktion gibt es bei RB Leipzig. 98% Mateschitz, 2% der Verein, der die Stimmenmehrheit hat. Alle stimmberechtigeten Vereinsmitglieder (10) sind Angestellte von RB. Aber rein juristisch alles in Ordnung. Und da sollte man sich dann nicht wundern, wenn ein Kind klagen will.

  3. Martin Schulz

    # 2 , Privilegien ? Diese Vereine sind seriös geführt . Die mit Tradition und abgestürzt weil vermisswirtschaftet gibts genug (...1860 Alem. Aachen Rostock Cottbus Saarbrücken Kickers Offenbach Waldhof Mannheim Darmstadt Kaiserslautern usw usw usw usw)

  4. Martin Schulz

    50+1 sollte endlich fallen damit die Liga international wieder konkurrenzfähig wird . der deutsche Fußball braucht Investoren - braucht mehr deutsche Spieler und weitaus bessere ausländische Kicker als die zweit- dritt- viertklassigen die derzeit in der Buli überhand genommen haben .

  5. Jörg Heinrich

    Wenn der Stammverein 50%+x Anteile besitzt, von wem will dann Herr Kind die Anteile kaufen, um seinerseits 50%+x zu halten? Na? Wer MUSS da "Verkäufer" sein? GENAU DA sollte man mal genauer hinsehen, und ein wenig "auf die Finger klopfen"! Der Stammverein hat gefälligst keinen Ausverkauf abzuhalten.

  6. Erwin Koslowsky

    Man kann nicht dauerhaft mit zweierlei Maß messen. Was für VfL Wolfsburg, Bayer 04, TSG Hoffenheim gilt muss auch für andere gelten. Oder die Privilegien dieser Vereine müssen gestrichen werden. Der DFB hat auch hier kein schlüssiges Konzept.

  7. Rüdiger Thomas

    Dann darf aber auch niemand jammern, dass weder CL noch EL Titel geholt wird. Die Topstars spielen in England, Spanien, Italien und Frankreich und die Bundesliga wird zur Ausbildung der nächsten Stars genutzt.

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