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Paukenschlag bei Fortuna Düsseldorf: Das Präsidium des Bundesliga-Rückkehrers beendet die schillernde Trainerkarriere Friedhelm Funkels. Unabhängig vom Saisonausgang steht fest, dass der 65-Jährige den Verein wird verlassen müssen. Funkel reagiert emotional.

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Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf muss sich am Saisonende einen neuen Trainer suchen. Wie der Klub bestätigte, kam es mit Aufstiegscoach Friedhelm Funkel im Winter-Trainingslager in Marbella nicht zu einer vorzeitigen Vertragsverlängerung.

Damit wird das Engagement des derzeit ältesten Bundesligatrainers am 30. Juni 2019 überraschend enden. "So etwas habe ich als Trainer in 27 Jahren nicht erlebt. Wir haben ja einiges aufgebaut", zitiert der "kicker" den fassungslosen Funkel.

Weiter sagte Funkel: "Ich bin sehr, sehr enttäuscht. Ich sehe das schon so, dass mir kein Vertrauen gegenüber gebracht wird."

Rettung und Aufstieg in die Bundesliga

Der 65 Jahre alte Coach arbeitet seit März 2016 in Düsseldorf und hat die Mannschaft zunächst vor dem Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga bewahrt und im Sommer in die Bundesliga geführt. Funkel hatte betont, dass er damit seine Karriere beenden wird.

In der Hinrunde hatte die Fortuna mit einem 3:3 in München und einem 2:1-Sieg gegen Borussia Dortmund überrascht. Zudem schlug sie daheim Hoffenheim mit 2:1 und holte zwei Wochen davor in Leipzig beim 1:1 einen Punkt.

Düsseldorf kletterte zum Abschluss der Hinrunde bis auf Rang 14 und steht sieben Zähler vor einem direkten Abstiegsplatz. Für Funkel "toppt" Düsseldorf "alles, was ich im Fußball bisher erlebt habe." Inklusive jener ausgebliebenen Vertragsverlängerung.

Fortuna: "Andere Situation"

"Wir haben in der Saison 2017/2018 den Vertrag von Friedhelm Funkel bereits in der Winterpause verlängert, weil es um den langfristigen Aufbau einer Aufstiegsmannschaft ging. In diesem Jahr gibt es eine andere Situation, da wir das kurzfristige Ziel des Klassenerhalts haben, was für Fortuna Düsseldorf von überragender Bedeutung ist", erklärte Fortunas Klubchef Robert Schäfer.

"Angesichts dessen haben wir im Verein mit allen Gremien verabredet, konkrete Vertragsgespräche mit dem Trainer, aber auch mit den Spielern und dem Funktionsteam erst zu führen, wenn absehbar ist, wie sich die Spiele in der Rückrunde entwickeln", sagte Schäfer.

Funkel, der zuletzt nur noch Verträge über eine Saison unterschrieben hatte, soll angeblich sogar bereit gewesen sein, einen Vertrag nur für die Bundesliga zu unterschreiben."Er bestand allerdings auf eine schnelle Lösung in der Winterpause", betonte Schäfer.

Funkel: "Dann bin ich jetzt Rentner"

Die legte der Verein vor, jedoch nicht in Funkels Sinne. Der kann sich nicht vorstellen, irgendwo anders weiterzumachen. "Ich habe schon gesagt, dass ich keinen anderen Verein mehr übernehme, und eigentlich will ich noch nicht aufhören. Dafür habe ich noch viel zu viel Spaß. Aber jetzt ist die Entwicklung nun mal so: Ab Sommer bin ich Rentner."

Bis zum 30. Juni 2019 aber ist Funkel noch Angestellter der Fortuna. Im Umfeld des Vereins und bei den Fans ist der Routinier sehr beliebt, das könnte in der Rückserie auch zu Problemen führen.

Der neue Sportvorstand Lutz Pfannenstiel erkannte darin aber keine schwierige Situation: "Wir schätzen die hervorragende Arbeit von Friedhelm Funkel und haben großes Vertrauen in ihn. Er ist ein absoluter Profi, der bis zum letzten Tag seine gesamte Kraft für die Fortuna einsetzen wird." (dpa/hau)

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