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Nach der historischen Pleite gegen Island müssen die DFB-Frauen um die direkte Qualifikation für die WM 2019 bangen. Popp fordert nach dem desolaten Auftritt eine interne ...

Die Jahre der internationalen Dominanz sind endgültig vorbei, die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft rutscht seit dem Olympiasieg 2016 immer tiefer in die Krise.

Nach dem desolaten Auftritt beim 2:3 gegen Island sprach Alexandra Popp Klartext und forderte eine interne Aussprache. "So geht es nicht weiter. Es muss knallen innerhalb des Teams", sagte die 26-Jährige vom VfL Wolfsburg nach der historischen Niederlage im dritten WM-Qualifikationsspiel in Wiesbaden.

Erstmals nach 20 Jahren und 68 EM- und WM-Qualifikationsspielen ging die DFB-Auswahl als Verlierer vom Platz. "Wir machen gerade alles kaputt, was wir uns im deutschen Frauenfußball über Jahre aufgebaut haben", schimpfte Popp, die eine der wenigen war, die sich gegen die Niederlage stemmte.

Steffi Jones wütend und enttäuscht

Bundestrainerin Steffi Jones war nach dem desaströsen Auftritt ihrer Auswahl wütend und enttäuscht, wirkte zudem ratlos. "Man kann von einem Tiefpunkt sprechen", gestand die 44-Jährige. "Die Ampel ist auf Rot. Wir müssen sehen, dass wir uns schnell aus dem Tal wieder herausspielen", forderte Jones, die aber weniger die Schuld bei sich suchte, sondern vor allem die Spielerinnen an den Pranger stellte. "Es ist sehr ärgerlich. Wir haben die Mannschaft bestens vorbereitet. Sie wusste, was sie erwartet und wollte alles geben. Aber das war nicht der Fall. Den Worten müssen auch mal Taten folgen."

In der Gruppe 5 hat das DFB-Team trotz der Siege gegen Slowenien (6:0) und Tschechien (1:0) seine Tabellenführung an die punktgleichen Isländerinnen verloren, die dank der Treffer von Dagny Brynjarsdottir (15./58. Minute) und Elin Jensen (47.) den ersten Sieg im 15. Duell mit Deutschland feierten. Popp (42.) und die eingewechselte Lea Schüller (88.) in ihrem ersten Länderspiel trafen für die DFB-Elf.

Nur die sieben Gruppen-Ersten qualifizieren sich direkt für die WM 2019 in Frankreich. Die vier besten Gruppen-Zweiten spielen dann in Playoff-Spielen das letzte Europa-Ticket aus. So muss der zweimalige Weltmeister schon jetzt um seine Teilnahme bangen.

"Ja", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel bei der Verleihung des Fußball-Kulturpreises auf die Frage, ob er sich Sorgen um die WM-Qualifikation mache. "Es wäre arrogant, das nicht zu sagen. Denn gegen Island hatten wir normal nie Probleme. Ich bin sicher, dass Steffi Jones die richtigen Schlüsse daraus ziehen wird, damit wir im Rückspiel die nötigen Punkte holen. Aber wir müssen ein Brikett drauflegen, keine Frage."

DFB-Frauen: strukturlos

Jones, die trotzt des blamablen EM-Aus im Viertelfinale gegen Dänemark weiter das Vertrauen der DFB-Führung bekam und deren Vertrag bis 2019 verlängert wurde, schaffte es seitdem nicht, der verunsicherten Elf eine Struktur zu verleihen. Nach der EM-Analyse zeigte sich Grindel noch überzeugt, dass Jones "die sportlichen Konzepte und die Kompetenz hat, um die WM 2019 als nächste große Herausforderung erfolgreich anzugehen".

Doch davon ist bisher nicht viel zu sehen. Die Entscheidung der Trainerin, erneut Laura Benkarth statt der Nummer eins, Almuth Schult, zu vertrauen, erwies sich im Nachhinein als unglücklich. Auch die System-Wechsel tun dem Team offenbar nicht gut. Bei der EM mit Raute, gegen Slowenien und Tschechien mit einem flachen 4-4-2, nun agierte die DFB-Elf plötzlich wieder im 4-2-3-1 wie bei ihrer erfolgreichen Vorgängerin Silvia Neid.

Dennoch war die Mannschaft gegen die laufstarken und robusten Isländerinnen kämpferisch, technisch und taktisch überfordert, zeigte kein Selbstbewusstsein. Eine Weiterentwicklung ist nicht erkennbar. Popp nahm das Trainerteam dennoch in Schutz. "Wir waren auf alles vorbereitet, setzen es aber nicht um." Gegen Färöer am Dienstag in Aspach fordert Jones nun eine Reaktion: "Da erwarte ich die richtige Antwort - und mehr."© dpa

Comments

  1. Roland Freyboth

    Och joo . .

  2. Reinhard Ott

    Falsch, es geht nicht abwärts seit dem Olympiasieg, es geht geht abwärts seit Jones. Was da geschehen muss ist eindeutig. Wenn Unfähigkeit weiter regiert, geht es weiter bergab.

  3. Peter Kakoschky

    Auf was wartet man jetzt eigentlich noch beim DFB, das die Gegner jedesmal 5 Eigentore schiessen?

  4. Joern Jacob

    Steffi Jones hat noch nie einen Trainerjob gemacht ..... und wird Bundestrainerin ! Die ist unfähig und MUSS abgelöst werden ..... SOFORT !!!!

  5. Werner Brösel

    Total egal. Die Einschaltquoten und das mangelnde Interesse rechtfertigen sowieso keine Frauen - Nationalmannschaft. Viel Geld für nix !!!

  6. John Steed

    Kein Wunder bei so einer unfähigen Bundestrainerin ! Abgesehen davon ist Frauenfußball eh Humbug. Das ist und bleibt ein Männersport !!!

  7. *****

    Dieser Kommentar wurde gesperrt und wird deshalb nicht angezeigt.

  8. Klaus Uschner

    Genauso, Uwe De Vries. Diese Mauschelei nach nach dem Ämterwechsel konnte nicht gut gehen. Ein Trainer/in muss eine Autorität sein und kein Kumpel.

  9. Jack Daniels

    Loch graben reinschmeißen und zusch....

  10. Uwe De Vries

    Sie kann es nicht !!! Woher auch ??? Wen oder was hat sie vorher trainiert ?? So passiert halt, was passieren musste wenn Posten vererbt werden. Es sollte endlich ein Mann übernehmen !!!

  11. Manfred Bruckner

    @ Heiko Hill-Drössler Was haben deutsche Beamte mit dieser Sachlage zu tun? Und wieso kleben die auf ihren Stühlen? Beamte werden versetzt, wenn es höheren Orts so entschieden wird. Oder verwechseln sie politische Beamte, also Politiker, mit den normalen Beamten. Oder hassen sie Beamte? Oder Politiker? Oder beide? Bleiben sie doch einfach sachlich und kritisieren sie Frau Jones. Da pflichte ich ihnen auch bei. Trotzdem freundlichst aus Hamburg

  12. dietmar pulzer

    Nach dem blamablen EM-Aus folgt der schwache Auftritt der DFB-Frauen gegn kampf- und einsatzstarke Isländerinnen. Erschreckend allein wie die Abwehr und Torhüterin unsicher und fehlerhaft agierten. Hinzu sah man klare körperliche Unterlegenheit und Defizite im Zweikampfverhalten. Frau Jones sollte das Traineramt entzogen werden. Mit einer anderen Lösung sollte es wohl besser werden...

  13. Heiner Macher

    Wie wäre es mit Martina Voss-Tecklenburg gewesen, lieber DFB? Aber nein, man hat Frau Jones protegiert. Sie mag ne nette Frau sein, aber jemanden direkt zur Bundestrainerin zu machen, war sehr gewagt. Andererseits Jürgen Klinsmann hatte vorher auch keine Erfahrung als Trainer.

  14. Rudolf Stellmann

    War von Anfang an eine Schnapsidee.Die soll lieber einen Häkelkurs belegen,das entspricht ihren Temperament.

  15. Heinz Sauer

    Es ist doch von Herrn Grindel und dem DFB an Arroganz nicht mehr zu überbieten, eine Frau Jones zur Bundestrainerin zu machen die absolut null Erfahrung im Trainerberuf hat, sich aber nach dem Spiel hinstellt und alle Verantwortung von sich weist und auf die Mannschaft abwälzt.

  16. Ulrich Schelleckes

    Steffi Jones muss doch endlich begriffen haben, dass Damen-Trainer nicht ihre Begabung ist. Sie sollte besser schnell zurücktreten, bevor sie zurückgetreten wird. Wenn nichts geschieht, werden wir wohl weiter mit "Sternstunden" des deutschen Damenfussball "verwöhnt" werden.

  17. Claus Schröder

    Es haben zwar ein paar Leistungsträgerinnen aufgehört, aber ein solcher Niedergang der deutschen Damen ist ungewöhnlich. Da ist Frau Jones mind. zu 80% dran Schuld- Bitte eine (n) neuen Trainer (in)

  18. Heiko Hill-Drößler

    Ich habe bereits nach der mißglückten EM geschrieben, dass Jones eine Fehlbesetzung auf ihren Posten ist. Aber wie die deutschen Beamten, klebt der DFB mit seinem Arsch auf seinem Stuhl fest und gönnt Frau Jones dasselbe Privileg. Mein eigener stiller Protest äußert sich darin, dass ich mir, solange Frau Jones noch auf dem Trainerstuhl sitzt, kein Frauenfußball mehr anschaue, obwohl ich das früher gern gemacht habe.

  19. Ludwig König

    Es fehlt Neid liebe Freunde....Lüdenscheid hat aber genug davon!!!!!

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