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Berufsberater Martin Rütter: In der neuen Staffel "Der Hundeprofi unterwegs" kommt Martin Rütter zum Auftakt zur sehbehinderten Fabiana nach Köln. Das Problem der Studentin: Ihre Blindenführhündin Mo mag nicht so wie sie. Martin Rütter erkennt schnell, dass die Hündin schlicht den falschen Beruf hat. Was nun?

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Wenn es eine Nische auf dem TV-Markt gab, dann hat Martin Rütter sie gefunden. Der Tierpsychologe hat längst den Schritt vom Hundetrainer zur eigenen Marke geschafft.

Rütter gibt es inzwischen nicht nur im TV, sondern auch auf der Bühne, im Bücherregal, im Kleiderschrank und im Online-Shop.

Grund für Rütters Omnipräsenz ist zum einen die Liebe der Deutschen zum Hund, zum anderen natürlich der Umstand, dass Martin Rütter als die Popular-Koryphäe in Sachen Hunde gilt, als "der Hundeprofi" eben.

Den gibt es inzwischen natürlich nicht nur für Normalos, sondern auch für Promis und seit 2014 auch als Reportage-Version "Der Hundeprofi unterwegs".

Dort widmet sich Rütter einem besonderen Thema und trifft Menschen mit einer ganz speziellen Beziehung zu Tieren. In der Vergangenheit waren das unter anderem ein Obdachloser, eine Schäferin oder ein Tierheim. Rütter tritt dabei aber nicht als Coach auf, sondern als lernwilliger Beobachter.

Blindenführhund mit falschem Beruf

Zum Auftakt der sechsten Staffel hat Rütter zum Lernen und Beobachten ausreichend Gelegenheit. In Köln trifft der Hundeprofi nämlich die 24-jährige Fabiana. Die Studentin ist von Geburt an stark sehbehindert und hat Probleme mit ihrem Blindenführhund.

Die Schäferhündin Mo macht nämlich, was sie will - nicht unbedingt nützlich für jemanden, der auf die Hilfe des Tieres angewiesen ist.

Um der Studentin zu helfen, macht sich Rütter erst einmal schlau über die Erkrankung Fabianas und den Grund, warum sie einen Blindenführhund haben wollte. "Ich möchte durch Köln laufen, ohne blaue Flecken zu bekommen."

Das ist nachvollziehbar, allerdings gibt es Gründe, warum das mit Hündin Mo nicht funktioniert: "Die Probleme, die mich dabei einschränken, ist der Stress zwischen Mo und mir", erklärt Studentin Fabiana.

Das Problem: Nicht Fabiana gibt das Tempo vor, sondern der Hund. Die lässt sich zudem noch viel zu sehr von anderen Dingen, wie vorbeilaufenden Artgenossen, ablenken.

Martin Rütter fasst die Situation zusammen: "Das, was wir hier jetzt sehen, hat mit Blindenführhund nichts zu tun. Der Hund ist eine viel größere Gefahr für dich als eine Hilfe." Den Grund hat Rütter auch schnell ausgemacht: "Das Problem liegt im Charakter des Hundes, der gar kein Blindenführhund sein möchte."

Würgehalsband ist "kein gutes Zeichen"

Ein Blindenführhund, der keiner sein möchte - das hilft weder Mensch noch Tier. Mo soll deshalb noch einmal die Schulbank drücken, um zu sehen, ob eine Nachschulung das Dilemma lösen kann.

Doch schon die Übergabe macht wenig Mut, denn Mo wurde sofort ein Würgehalsband umgelegt, wie Fabiana erzählt. "Kein gutes Zeichen", meint Rütter. Seine Angst: "Man versucht auf Teufel komm raus, Mo gefügig zu machen."

Während Hündin Mo in der Hundeschule ist, macht sich Rütter, und damit auch den Zuschauer, über Blindenführhunde und ihr Training schlau. So trifft er sich mit der Krankenkasse, die das "medizinische Hilfsmittel" Blindenführhund bezahlt.

Dort erklärt man ihm, nach welchen Kriterien man die Schulen auswählt und dass es in den Verträgen mit den Schulen Vorgaben für die Qualifikation und die Methoden der Trainer gebe. Würgehalsbänder, man ahnt es, seien demnach ein K.O.-Kriterium.

Bis Mo aus der Hundeschule zurück ist, zeigt Rütter dem Zuschauer, wie die Ausbildung an einer Blindenführhundschule eigentlich funktionieren sollte und begleitet eine Trainerin mit einem ihrer "Schulkinder".

Im Anschluss bekommt man vorgeführt, wie die Praxis mit einem bereits ausgebildeten Hund für Sehbehinderte aussieht.

Dort ist Rütter der beschriebene lernende Beobachter, ansonsten wechselt der Hundeprofi immer mal wieder die Rollen.

Er ist Coach, Berater, Erklärer, Selbsterfahrungsreporter und, als er den Vertreter von Mos Hundeschule entgegen dessen Schweige-Wunsch doch in ein Gespräch verwickelt, sogar ein wenig investigativer Journalist.

Eine neue Familie für Mo

Dementsprechend ist die erste Folge der neuen Staffel "Der Hundeprofi unterwegs" eine Mischung aus Reportage, Ratgeber-Doku und Coaching-TV. Auch wenn man als Zuschauer natürlich nie via Fernseher nacherleben kann, wie es ist, blind zu sein, bekommt man doch zumindest ein ganz kleines Gefühl dafür.

Ihrem Verstand hingegen vertraut am Ende Studentin Fabiana. Die Nachschulung von Mo hat nicht den erhofften Erfolg erbracht und so kommt Fabiana zu dem Schluss, dass Mo und sie nicht füreinander bestimmt sind.

"Das Problem bist nicht du, sondern dass Mo in einen Job gedrängt wird, für den sie nicht gemacht ist", tröstet Martin Rütter.

Am Ende findet Mo einen Platz in einer Familie mit Kindern und ist dort offensichtlich glücklich. Dort sind ihre "Macken" kein Problem, Nicht-Sehenden wären sie aber mehr Hindernis als Hilfe. Und so darf Martin Rütter am Ende festhalten: "Mo ist dort angekommen, wo sie hingehört."

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